IndieWatt funktioniert und hat seinen ersten Auftritt!

Geschätzte Lesezeit: Etwa 2 Minuten (486 Worte)

Letzten Freitag Abend, 17:30 Uhr: Eine erste Ziellinie, ein Meilenstein, ein Zwischenhöhepunkt ist erreicht. Der IndieWatt funktioniert! Er lädt und kann ein kleines Inselnetz aufbauen. Und er kann auch Strom ins Netz zurückspeisen. Das alles noch nicht so zuverlässig, wie die bewährte 150-jährige Elektrotechnik von Edison, Tesla, Westinghouse und Co., aber nicht so flatterhaft wie auch schon. Hans Grünig (IndieHaul), Ivo Graber (IndieSoft), Christos Bersos (IndieKnow) und Max Ursin (IndieLead) am Etappenziel…

Blenden wir zurück: An jenem Freitag Abend, 4. September 2015, passiert das Wunderbare: Alles funktioniert! Magisch! Aus den tausenden Codezeilen von Ivo, dem selbstgebauten (!) Controller auf Basis eines Beaglebones und der Verkabelung von Christos, der FIAMM Salzbatterie und dem Convertronix Wechselrichter fliessen Elektronen, raus und rein, als wäre nichts gewesen. Wunderschöne, sinusförmige, regelmässige und kräftige Ströme!

Als IndieLead hatte ich Hilfsarbeiter-Aufgaben: Kaffee bringen, Döner vom Istanbul Imbiss, unbedarfte Fragen stellen, zwecks Problemlösung, ein paar Kabel anschliessen. Und ich behaupte jetzt Mal einfach, dass meine Stossgebete zu den Göttern im Olymp der Elektrotechnik (Elektra?) auch mitgeholfen haben.

Eine Stunde später, an der Gewerbeschau „Schoufeister Outdoor“ in Meiringen, der erste Auftritt: IndieWatt macht ein kleines Inselnetz. Man stelle sich das vor:  Etwa so wie die Schweiz in der EU macht der IndieWatt inmitten des gigantischen Europäischen Stromnetzes, an dem zehntausende Kraftwerke hängen, durch das die GiagaWatts in Lichtgeschwindigkeit von Erzurum nach Lissabon, von Catagna nach Hammerfest fliessen, sein eigenes Netzchen. Zum Laden der Batterie haben wir freilich einen bilateralen Vertrag mit der Alpenenergie Meiringen, so ganz ohne geht es ja doch nicht…

Der IndieWatt ist also selbst ein Verbündchen. Mit seiner Speicherpfütze (Salzbatterie von FIAMM) beleuchtet er an der Gewerbeschau mit einem 2000W Scheinwerfer der Feuerwehr Meiringen gleich sich selbst. Denn: IndieWatt will raus in die Welt und endlich im Rampenlicht stehen, er hat lange genug in der Garage von Hans Grünig (clevertrailer), und den folgenden ambulanten Montagestätten vom Festzelt über die Feuerwehrgarage zum Carport auf seinen grossen Kleinauftritt gewartet. Am IndieWatt angeschlossen war auch ein Computerarbeitsplatz der Regionalkonferenz Oberland Ost (Solarkataster) mit einem Drucker, das Outdoor Fotostudio von Theo van Dommelen, mit 3 Scheinwerfern…Wir hätten ohne weiteres noch einige Kühlschränke und Standbeleuchtungen anschliessen können: „Viral growth“ bis an die Leistungsgrenze von 4.5 kW!

Natürlich mussten wir uns allerhand ironische Bemerkungen anhören. Aber der IndieWatt liess sich nicht beeindrucken, stoisch lieferte er seine Elektronen. Und wir auch nicht: Unstoisch, voll innerer und äusserer Freude tranken wir unseren Champagner. Wohl wissend, dass noch viel Arbeit vor uns steht, bis dass der IndieWatt so richtig zuverlässig werkelt. Unser Ziel ist, dass im Anblick des IndieWatt sogar Edison seine Augenbrauen heben würde, wäre er noch unter uns…

A propos Edison: Der IndieWatt kann ungleich mehr als die PowerWall von Tesla. Wen es interessiert, dem kann ich das Mal erklären.