IndieWatt quälen

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Der IndieWatt kommt jetzt so richtig dran. Im Dauertest wird er geladen und entladen in einer endlosen Endlosschleife. Wir bringen ihn an seine Grenzen. Wir kitzeln ihn, bis er im Lachkrampf darnieder sinkt. Wir schalten ihn aus und an, wie es uns gefällt. Wir schicken Ströme durch seine Eingeweide, bis er kocht. Gnadenlos.

Neulich haben wir herausgefunden, dass der Wechselrichter keine grosse Hitze mag. Für eingeweihte Elektrotechniker ist das natürlich in etwa so, wie wenn wir gerade herausgefunden hätten, dass Wasser bei null Grad gefriert… Wir aber kennen nichts und wollen lernen. So haben wir zum Beispiel die Temperatur, bei der die Kühlung anspringt, jenseits der Verträglichkeit nach oben gesetzt. Worauf der Wechselrichter, seines Zeichens Richter über die Wechsel des Stromes von Sinus-positiv nach Sinus-negativ, regelrecht zu spinnen beginnt. Heidewitzka! Fehler über Fehler! Aber wir haben Mitleid mit ihm (und mit uns) und setzen die Kühltemperatur wieder nach unten. Kühlen Kopfes macht er wieder, was man von ihm verlangt, bis eine andere geheimnisvolle Reaktion daherkommt. Warum nur will er jetzt schon wieder nicht mehr so, wie wir wollen?

Was uns zur grundsätzlichen Frage bringt: Haben Maschinen eine Seele? Können sie störrisch sein, unwillig, oder fügsam? Können sie uns den Gehorsam verweigern? Mittlerweile bin ich der Überzeugung, dass dem so ist. Aber nur weil ich nichts von Elektronik verstehe. So ist es nun Mal: Wenn ich mit einer liebevollen und positiven Haltung an den IndieWatt herantrete funktioniert er reibungslos.

Was passiert also Geheimnisvolles in der Garage in Meiringen?  Speicheresoterik in Kombination mit Wechselrichterhomöopatie, das alles gesteuert von einem spagyrischen Bachblüten-Controller. Ich weiss nicht warum es funktioniert, aber es funktioniert…