Leiser Entlaster

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Leiser Entlaster

Heinz Schneider meinte unlängst: „Gar nicht so übel, der LeiseMelk. Ich hab nichts dagegen, wenn es auch Mal weniger zu tun gibt!“

Dazu muss man wissen: Der Alltag der Sennerinnen und Sennen auf den Alpbetrieben gehört zum Härteren, was die moderne Dienstleistungsgesellschaft mit ihren Bürowellnesszonen zu bieten hat. 4 Uhr aufstehen, Kühe melken, Käse machen, putzen, Kühe pflegen, Kühe raus auf die Weide, Kühe rein in den Stall, kalbern hier, Kindern dort, Zäune setzen, Zäune versetzen, Zäune reparieren, Kühe suchen und Kühe finden…

Der LeiseMelk erleichtert das ein wenig. Alle drei Tage 150 m zum Wasserkraftwerk zum Laden und am nächsten Morgen wieder zurück. Basta.

Für die wirklich entfernten Alpbetriebe haben wir dann noch etwas anderes auf Lager: Das mobile Solarkraftwerk. Die Idee ist, dass man für die Zeit des Alpbetriebes (ein paar Wochen auf jedem Höhenniveau) Solartracker (Sonnenblumen) mit etwa 6 bis 8 kWpeak Leistung aufstellt. Diese laden die Batterien nach. Wenn man weiter rauf oder wieder weiter runter zieht, dann nimmt man den LeiseMelk und die Sonnenblumen mit. Wenn es Mal eine Woche lang richtig grauslich ist, dann kann man den Diesel anschmeissen. Weil der aber mit konstanter Power die Batterie lädt und nicht immer rauf und runter fährt mit der Drehzahl, braucht es weniger Diesel um die Batterie zu laden (Wirkungsgrad ist besser) als für den direkten Betrieb der Melkmaschine. So überlebt man energetisch jeden Alpsommer!

Und im Winter? Dann sammeln wir die Sonnenblumen und LeiseMelks zusammen im Herbst und stellen sie auf einen Parkplatz in einem Sonnenreichen Skigebiet auf und speisen dort ins Netz ein. Die Sonnenblumen bleiben immer frei von Schnee, und liefern 40% mehr Energie pro Jahr als fixe Solarinstallationen. Die Batterien gleichen die Produktionsspitzen aus, damit man nicht so dicke Kabel verlegen muss für die Netzeinspeisung. Das mobile Solarkraftwerk. Für moderne Nomaden. Und für Zweitwohnungsbesitzer, die einen Beitrag zum ökologischeren Beheizen ihrer leeren, mit Elektroheizungen ausgerüsteten Häuser leisten wollen. Wenn schon Strom in die Luft blasen, dann zumindest absolut CO2-frei. Denn das Schöne an den erneuerbaren Energien, wenn wir sie dann einmal ausgebaut haben, ist: Man muss nicht mehr Strom sparen, es hat genug!